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1967 erfolgte die Aufnahme in den Landessportverband und bereits im Herbst dieses Jahres wurde darüber beraten, ob der Schützenverein schon jetzt an eine Erweiterung der neuen Anlage um eine Halle denken könne. Man hatte die einmalige Gelegenheit, eine weitere Baracke zu erwerben. Mit einem Landeszuschuss wurde gerechnet und natürlich mussten auch wieder viele Stunden Eigenleistung erfolgen. Wir blieben also im Trend. Der Ankauf von Baracken des früheren Jugendlagers in Westerholz wurde beschlossen Schützenbruder Kuhrt Truelsen hatte den Zustand geprüft und den Erwerb der Baracken befürwortet. Die Planung und Bauaufsicht lag wiederum in seiner Hand. Der Anerkennungspreis betrug 100,-- DM. Dafür mussten wir den Abbruch und Transport selbst übernehmen. Mit einem Lastzug der Firma Steiner wurden die abgebauten Elemente nach Sörup gebracht und in Eigenleistung mit Hilfe zweier Zimmerleute in einem Stück als große Halle wieder aufgebaut. Wir konnten damit weitere 8 LG-Stände schaffen und was sich als besonders dringlich ergeben hatte, auch eine Heizung, sanitäre Anlagen und einen ordentlichen Kantinenausschank einbauen.

Damit war der Schützenverein Sörup in der Lage, alle Veranstaltungen unter eigenem Dach durchzuführen und die Halle auch anderen Vereinen, z. B. dem Rassegeflügelzuchtverein und den Kleingärtnern zur Verfügung zu stellen.
Mit ein wenig Neid hatten wir auf die Fahnen unserer Gastvereine geschaut. Es lag deshalb auf der Hand, dass der Antrag auf Anschaffung einer Vereinsfahne gestellt wurde. Dem Antrag wurde sofort zugestimmt. Ein Fahnenausschuss wurde gebildet. Nach kurzer Frist war eine Fahne entworfen und bestellt. Sie sollte auf der Vorderseite das Emblem des Norddeutschen Schützenbundes mit der Inschrift "Schützenverein Sörup von 1907/56" tragen und auf der Rückseite unsere Landesfarben blau-weiß-rot.
Am 22. Juli 1969 fand abends bei Fackelschein eine würdige Fahnenweihe durch seine Hoheit Prinz Friedrich Ferdinand zu Schleswig-Holstein mit der Abordnung der ältesten Traditions-fahne der Glücksburgischen Friedrichsgarde statt. Den Teilnehmern wird dieser feierliche Akt in steter Erinnerung geblieben sein. Anschließend fand in der neuen Schützenhalle ein kameradschaftliches Beisammensein statt, in dessen Verlauf abgemacht wurde, dass befreundete Schützenvereine gegenseitig die Festumzüge mit einer Fahnenabordnung unterstützen würden.
Seit der Wiedergründung des Vereines 1956 gibt es auch eine Damenabteilung. Die Schützenschwestern sind selbständige Mitglieder. Die Schützenkönigin wird genau wie bei den Schützenbrüdern auf den Holzadler ausgeschossen. Die Bedingungen bei Festschießen, Wettkämpfen oder Meisterschaften entsprechen ebenfalls der Schießordnung des Deutschen Schützenbundes. Gleichberechtigung galt auch für sonstige Arbeiten. Während sich die Schützenbrüder um die Pflege der Schießanlage kümmern, sorgen die Damen für die Sauberkeit der Räume und bei Festen für das leibliche Wohl der zu erwartenden Gäste.
Als sich abzeichnete, dass auch immer mehr Jugendliche Interesse am Schießsport zeigten, wurde auf der Generalversammlung am 24. April 1965 beschlossen, eine Jugendabteilung ins Leben zu rufen. Natürlich musste diese Jugendabteilung auch angeleitet werden. Zum ersten Jugendleiter wurde seinerzeit Siegfried Krause gewählt.
1966 fand das erste Kronprinzenschießen statt, damals noch auf einer Jugendscheibe. Am 15. Dezember 1968 fand unter Beteiligung befreundeter Vereine das erste Jugendpokalschießen statt. Unter Leitung des Jugendwartes Wolfgang Konietzko wurde gefordert, dass die Jugend auch an den Vereinsveranstaltungen teilnehmen sollte.
Im Laufe der Zeit gab es nach den bisher Genannten selbstverständlich auch noch weitere Jugendleiter, wie Kuhrt Truelsen, Claus-Peter Nissen, Kurt-Dieter Kirchner, Bruno Heinrich, Edda Kirchner und heute Friedrich Jessen.
Claus-Peter Nissen setzte sich dafür ein, dass auch die Jugend auf einen Holzadler schießen sollte. 1971 wurde dies in die Tat umgesetzt. 1977 bekamen die Jungschützen eine eigene Fahne, die anläßlich des Festschießens in Anwesenheit aller zum Festumzug ange-tretenen Vereine geweiht wurde. Seither ist der Schützenverein bemüht, bei allen Umzügen auch eine Abordnung der Jugend an den Festumzügen teilnehmen zu lassen. In den vergangenen Jahren hat man sich in erster Linie immer um den Fortbestand einer Jugendabteilung bemüht. Hervorzuheben sind dabei die Bemühungen von Bruno und Irmgard Heinrich, unter deren Leitung die Jugendabteilung einen „Boom" zu verzeichnen hatte. Rundenwettkämpfe, Vereins- und Kreismeisterschaften und sogar Landesmeisterschaften waren Ziel für die Jugend. Im Laufe der Zeit waren immer wieder Rückgänge der Zahl der Jugendlichen zu vermelden.
Doch zum heutigen Zeitpunkt, mit dem Jugendleiter Friedrich Jessen, kann der Schützenverein wieder auf eine stattliche Anzahl von Jugendlichen blicken, die durch ihre Leistungen glänzen. Der Jugendleiter ist bemüht, sich den heutigen Gegebenheiten der Jugend anzupassen. So werden nicht nur schießsportliche Veranstaltungen durchgeführt sondern er legt besonderen Wert darauf, auch auf die Interessen seiner Schützlinge einzugehen, z. B. Teilnahme am Zeltlager oder Fahrrad-Biathlon etc.
Stellvertretend für seine Jugendabteilung hier nun Friedrich Jessen, bei einem seiner vielfältigen Einsätze für den Verein.
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